Schlagwort: Postkoloniale Studien – postcolonial studies (Seite 2 von 2)

„Ras(s)terungen“ Ringvorlesung zu postkolonialen und rassismuskritischen Theorien und Gender WiSe 16/17 Uni Köln

Donnerstags 16-17.30h Hörsaal H 113 im IBW Gebäude (211)

Bereits in den letzten beiden Semestern befassten sich die GeStiK Ringvorlesungen mit Fragen von Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Marginalisierung. In Kooperation mit dem Arbeitskreis race, gender, class in Forschung und Lehre widmet sich die Veranstaltung in diesem Semester dezidiert mit dem Konnex von Kolonialismus/Rassismus und Sexismus/Heteronormativität. In den Blick geraten sollen dabei nicht nur die Problematisierung von Wissens(chafts)diskursen und – verständnissen, sondern auch die Frage der Repräsentation eine zentrale postkoloniale Frage. Neben einer Einführung in einerseits postkoloniale und rassismuskritische Theorien sowie andererseits die Verflechtung von „Rasse“ mit Geschlecht und Heteronormativität soll auch auf die Marginalisierung der Rolle von Schwarzen Akteurinnen/Akteurinnen of Color in sozialen Bewegungen und im Wissenschaftsbetrieb aufmerksam gemacht werden. Denn die nach wie vor stark eurozentrisch ausgerichteten Wissens(chafts)systeme, die ein „weiß – normatives Welt- und Menschenbild“ naturalisieren und perpetuieren, lassen sich nicht losgelöst vom akademischen Prekariat von Rassismuserfahrenden in Deutschland thematisieren. Eingeladen sind daher Schwarze Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlerinnen of Color bzw. Rassismuserfahrene aus ganz Deutschland, um in postkoloniale, rassismuskritische und intersektionale Theorieansätze aus deren Perspektive einzuführen und zugleich die Ambivalenz von strategischen Essentialismen und der Existenz einer “black theory” zu diskutieren, die sich zwischen politischer Notwendigkeit und der Gefahr der Re-Essentialisierung bewegen. Spivak zufolge ist es das Ziel, ein Denken und Handeln außerhalb des essentialistischen Diskurses zu erreichen, “[b]ut strategically we cannot” (Spivak: The post-colonial critic, S. 11) –was dies heißt, wird Gegenstand der Vorträge und Diskussionen sein.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis race, gender, class in Forschung und Lehre (Muriel Gonzalez, Pamela Twinwaah Amponsah, Magdalena Kißling und Selma Lampart)

Mit freundlicher Unterstützung des Autonomen Frauen* – und Lesben-Referats der Universität Köln, FiST (Forschungsstelle für interkulturelle Studien) und der AWO Bezirksverband Mittelrhein e. V.

Infos über die Ringvorlesung und weitere Lehrveranstaltungen finden sich hier:
GeStiK und AFLR Köln

 

Zu den einzelnen Terminen geht es hier.

16.12.14 – Antisemitismus und Bewältigungsstrategien

Bereits vor 1933 hatten Jüd*Innen mit Antisemitismus zu kämpfen. Wir wollen über die verschiedenen Wege sprechen die jüdische Menschen eingeschlagen haben, um einen Umgang mit ihrem ständigen Wegbegleiter zu finden und uns außerdem die Frage stellen was das mit Postkolonialismus zu tun hat

18.11.14 – Postcolonial Studies

Einführend werden wichtige Repräsentant*Innen und ihre Ansätze vorgestellt. Die Relevanz Postkolonialer Theorie für Deutschland soll durch einen Überblick über die Geschichte der Kolonialwissenschaften (Ethnologie, Geographie, Orientalistik, Afrikanistik u.a) verdeutlicht werden.

!Achtung! Findet um 19h in Raum C statt, Universitätsstraße 16a, Eingang Studiobühne

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